mondsichel

tagelang
schwieg ich meinem stern zu

der die farbe deiner
augen trug

ich schwieg meinem stern
dieses eine wort:

abschied

und du teiltest herz
und himmel

mir

wie eine
        mondsichel

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11 thoughts on “mondsichel

  1. Ein wundervolles Gedicht…!
    Was für Worte! – Was für Bilder…!
    Melancholie und Trauer schwingen darin mit,
    der Mond ist eine Sichel, und die Worte sind: vollkommen.
    Kein Vollmond. Ein geteilter Mond, ein geteiltes Herz, ein geteilter Himmel –
    und alles zusammen ergibt: ein vollendetes Bild, ein Bild der Vollkommenheit.

    Herzliche Grüße,
    Hannah

  2. Wahrlich einschneidende, tiefgehende Verse sind das. Wenn ich es so lese, möchte ich das Wort „Abschied“ sogleich aus unserem Sprachschatz streichen.

    Liebe Grüße sende ich Dir!

    1. Wahrlich, das Wort „Abschied“ stellt unser Menschsein auf die Probe, führt es zuweilen in die Aporie. Auch die Poesie kann an diesen Realitäten nicht rühren, aber womöglich macht sie sie ein wenig erträglicher…
      Ich danke herzlich und sende liebe Grüße zurück!

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