Im späten August

für T.

Wahrscheinlich hast du mich dieses eine Mal erkannt. Denn du hattest plötzlich ein unaufgeregtes Lächeln in deinem sonnensatten Gesicht, als du dort liefst, an mir vorüberliefst, gezeichnet von Lebensglück.

Ich sah dein Gesicht nicht oft. Doch ich erkannte es wieder. Dein Gesicht war geformt aus den Tonscherben der Gegenwart, innig verwachsen mit dem Wunsch, eins mit sich selbst zu sein.

Dein Gesicht war ohne Vergangenheit. Ich weiß deshalb nicht, warum ich es erkannte. Vielleicht war es die verdichtete Gewissheit deiner Präsenz, die mich meiner Melancholie entriss. Das unhintergehbare Flüstern der Gedanken im späten August, mit denen man umherirrt in einem fragilen Vakuum aus Einsamkeit.

Advertisements

Magst du deine Gedanken äußern?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s