Du brachst die Vokale entzwei

deine anwesenheit
war die gerinnung
eines schattenwurzelnden traums
als wir uns liebten
hinter dem
bittermond

schwertlilien
riefen mit
rottweileraugen
bissfester stimme
nach mir

so zu sprechen
in einer kalknachtstille
unterhalb der leibesgrenze

– du brachst die vokale entzwei –

war wie zu schweigen
mit petrarkismen
und
apostrophen

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2 Gedanken zu “Du brachst die Vokale entzwei

  1. oh, ich dachte, ich hätte hier schon kommentiert, lieber ángel… dies ist ein außerordentlich beeindruckendes gedicht! allein der titel, der sich ja auch im text wiederfindet, was für eine aussage! sodann die „kalknachtstille“, für mich auch ein schlüsselwort in diesem so feinen und gleichzeitig kraftvollen text. ich höre den kalk geradezu (von der stille) bröckeln… also, insgesamt ein ganz und gar wunderbares gedicht!
    herzlichst,
    diana

    • Liebe Diana, über deinen einfühlenden Kommentar freue ich mich sehr. Wie schön, dass dann und wann ein Gleichklang zwischen Dichter und LeserIn auffunkelt, vermittelt über die Bewegungen des Gedichtes. Und sind es dann nicht stets die Worte, die uns einen Zugang zum Unbekannten oder Wiedererinnerten bahnen?
      Herzlichst, Ángel

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