Anrufung des Herbstes

In den granatroten Gärten
fällt die Sonne.

Ich wende mich ab von
den Früchten, in denen die
Lichtstrahlen miteinander singen.

Denn taub vor Erde sind die Hände.
Zwischen Stern und Akazie
suchten sie das Vaterland.

Die Augen kennen nichts als Schönheit,
und doch leiden sie. Immerzu brennt
in ihnen das Leid einer Stunde,
die sie nicht meint.

Im Zenit des Verdrusses
mögen Hände und Augen
                         doch vergehen!
wird sich die Wunde des Sommers
schließen.

Die enormen Gärten
– granatrot und still –
werden leuchten vor Einsamkeit.

Es werden die Tage des Herbstes sein.

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2 thoughts on “Anrufung des Herbstes

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