Zur Musikalität der Farben

Die Lyrik bestimmt sich als eine Kunst, in welcher Inhalt und Form in eine fruchtbare Wechselbeziehung eintreten. Die Verse leben demgemäß nicht einzig von ihrem expliziten Sinngehalt, sondern gleichermaßen von ihrer inneren Klangfarbe und Musikalität. Blau, Grün, Orange – dies sind mehr als nur visuelle Qualitäten. Jede dieser Farben verfügt über eine lautlich-materielle Ebene, also über einen spezifischen Klang, über eine einzigartige Musik, die sich von konventionellen optischen Assoziationen abgrenzt. – Im Gedicht sind die Farben zugleich Bilder und Klänge. In ihnen zeichnet sich damit ein genuin synästhetisches Gestaltungsprinzip ab.

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2 Gedanken zu “Zur Musikalität der Farben

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