Reflexionen über die Schönheit

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So ist dann auch die Schönheit zu verstehen: als eine Sehnsucht nach den innersten Begriffen, die alle Pein und allen Zweifel überleben. Es ist die Rückbesinnung auf die vermeintlichen Urbilder der Seele. Immer wieder zieht es uns zurück zu jenen Szenen, die als Ausgangspunkt unseres künstlerischen Strebens fungieren. Das Schöne trägt daher einen erkenntnisorientierten Aspekt bei sich: Es verweist uns auf diejenigen Dinge, die einen universalen, allgemeinmenschlichen Daseinshorizont abstecken. Nach der Schönheit zu fragen bedeutet, nach den archaischen Sehnsüchten und Bestrebungen des Menschen überhaupt zu fragen. Die Kunst erweist sich als ein probates Medium, um diesem Erkenntnispfad Gestalt zu verleihen, ihn gewissermaßen transparent zu machen.

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