Stillleben des Schriftraums #3

Mein Schweigen ist die Angst, einem Notwendigen Ausdruck zu verleihen. Es ist die letzte Möglichkeit des Ichs, einer Konfrontation mit sich selbst zu entgehen. Als Schweigender unternehme ich den Versuch, mir das Provisorium „Identität“ zum ewigen Kokon zu machen; ich scheue davor zurück, mich eines Tages ein Wort sprechen zu hören, welches mir nicht gehört. Solange mir also die Dekonstruktion meiner begrifflichen Hülle erspart bleibt, möchte ich ruhen zwischen den Silben und Melodien meiner Tagträume.

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4 thoughts on “Stillleben des Schriftraums #3

  1. Liebe A.M. Perezano Deine Zeilen bringen mich zum Nachdenken über einen Kokon, Identität und den Versuch eigene Worte, Töne, Klangmelodien zu suchen und zu finden. Uns selber in einer großen Menschenmasse eine Höhle zu bauen einen sprachlichen Schutzraum, eine ureigene Ausdrucksform!!
    Du hast es schon ein paar Mal geschafft mich zu aus meinem Kokon zu trauen!!http://klangmalerei.blogspot.de/2013/09/indifference-gleichgultigkeit-lasst.html

    1. Habe vielen Dank für deine ehrliche Darstellung, welche das zugrunde liegende Probleme noch einmal resümiert. Die Suche nach besagter „ureigener Ausdrucksform“ motiviert mich als Künstler und geht über die letztendlichen Texte weit hinaus. Viele Grüße

  2. Es gehört Mut dazu, seinen ur-eigenen Klang in die offene Landschaft zu singen.. Noch größer der Mut, ihn in Worte zu kleiden und in menschlichen Räumen „ge-wortet“ darzustellen.
    LG
    Barbara

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