Stillleben des Schriftraums #2

Die Wirklichkeit ringt nach Entfremdung. Du kannst es in jedem Winkel der Stadt sehen.
Manchmal durchbricht das Rauschen der Bahn die Stille für einen präzisen Moment, und es steigt aus deinem Geiste auf wie gereinigte Luft: Dasein. Die Bürde eines sich entstaltenden Lebens.

An diesen Tagen liegt die Stadt wie eine Hieroglyphe im Nebel. Ich steige hinüber in die Elektrische und passiere die Quartiers. Die Eisen durchspalten das Meer aus Häusern und Staub, vorbei an den Linden, Schluchten, Felsen. Vor meinen Augen liegt der Text des Lebens. Bis in die Nacht folge ich den Schriften des Raums, sehe Fenster und Straßen, trage Silben in das Tagebuch, wechsle die Linien von West nach Ost. Verströme wie in Trance über das rauschende Intermezzo.

[…]

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