Die Bücher mussten dich verschweigen, denn du warst unfertig in das Leben gestellt. Und die Gedichte, die wir schreiben, werden schwerelos, wenn man sie liest. Darum fand man dich bis heute nicht, Engel. Man ging still über dein farbloses Gesicht, die Klänge tropften dir von den Schläfen. Das Gold, das du an deinen Händen trugst, ging verloren in den Großstadthimmeln dieser Welt. Bis zuletzt graben die Sinne nach deinem Licht; immer dunkler die Kammern des Leibes. Die Verse legen ihre matten Knochen an deinen Saum; die gefühlte Kontur deines Daseins bleibt ein Herzschlag.

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