Herbstgedichte

 

Jedes Jahr, wenn es Herbst wird, greife ich zu diesem Buch.
Es hat sich fast schon als Tradition erwiesen – das andächtige Auf- und Abblättern der Seiten, die mit so herrlichen Versen bestückt sind. Immer war diese Jahreszeit für mich eine besondere, weil sie Facetten des Lebens betont, die wir sonst zu rasch beiseite schieben: nicht allein die Melancholie, auch die Sehnsucht nach Wärme und Geborgenheit spricht aus allen Dingen zu uns. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr heißt es da bei Rilke, und gewiss: dieses Haus, welches zugleich ein Refugium der Seele ist, erfährt in den Herbsttagen eine andere Wertigkeit. Vielleicht leben wir bewusster und versuchen das Innehalten – fernab des großen Lärms. Vielleicht suchen wir die einsamen Momente: die Stille einer warmen Stube oder das Wandern im Nachmittagsnebel.

Das Bächlein zieht und rieselt, kaum zu hören,
Das Tal hinab, und seine Wellen gleiten,
Wie durch das Sterbgemach die Freunde schreiten,
Den letzten Traum des Lebens nicht zu stören.

Nikolaus Lenau

Wie begeht ihr diese besondere Jahreszeit? Gibt es spezielle Bräuche, die ihr persönlich mit dem Herbst verbindet?

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2 thoughts on “

  1. Der Herbst, das ist die Zeit des Pilzesammelns und des Obst-von-der-Streuobstwiese-holens, Kerzenkaufens

    Und irgendwann habe ich ein paar bunte Blätter hier in der Wohnung.

    (Im Herbst singe ich wieder mehr – keine Ahnung, wieso und wozu.)

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