Meditation

Auf einem verhangenen Beistelltische der Tee. Das weiße Porzellan, die welken Schatten. Nebenher Notizen, Drucke, Texte. Die Lektüre stolpert auf halbem Wege. Die Texte stolpern. Das Operieren der samtenen Münder.
Beleuchtete Kommoden stimmen in ihrem Schweigen überein. Nicht frei von Repulsion. Auf dem Tische derweil: die Frische des Wassers, die gelösten Kräuter – Salze der Seele. Sternenakzentuierungen. Ein laues Atmen der frühen Mondfalter.
Die Luft ist voll von Kindern, deren Stimmen milde sind. Ihre Zungen sind Gärten, in denen sich blasse Lilien finden, blasse Augen, die Strenge der Frühlinge. Ihre serifenlosen Gesichtszüge, – ihre Wangen -, ihre muschelfarbenen, grazilen Wangen! Alles hier ist kümmerlich klein. Der Hals einer Regennacht, die Attraktionen. Und der Raum – die Schimmergärten – könnte voller nicht sein.

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2 thoughts on “Meditation

  1. Eine überaus poetische Meditation in den Dingen, die mir wirklich sehr gut gefällt. Hab ich gerne gelesen. Herzlichen Dank!

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