°23 – Spiegel und Papiere

Wir sind mehr als Prosafiguren, Erzähler, Ingenieure von Silben und Vokalen, die man spricht, doch zurücklässt. Wir sind Buchhalter und Archivare. Wir geben den Schriften, den Texten ihr Dasein. Den beweglichen Gesten ohne Bedeutung.
Man könnte die Literatur für unsterblich halten, wenn sie nicht fest an unseren Herzen hinge und blätterweise, aufgetürmt zu unüberschaubaren Skulpturen, im Morgen verginge. Im Morgen, der für uns ein Schaffen bringt.
Sag meinem Herzen, es hätte eine Bedingung. Eine einzige Bedingung, um zu existieren. Sag meinem Herzen, es sei aus Gold gefertigt. Ich werde nicht zögern, deine Lippen zu küssen. Ich werde nicht an die Tage denken, in denen wir uns fremd waren.

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3 thoughts on “°23 – Spiegel und Papiere

  1. Sehr schön in Worte gefasst. Es muss sich nicht reimen, aber ein jeder sollte sich schon seinen Reim draus machen können. Klasse gemacht. Ich liebe diese Art des kreativen Schreibens. LG und noch einen schönen Sonntagabend
    Martina

  2. Ich danke euch für das Interesse.
    Wie alle im „Tagebuch über die Kunst“ aufgeführten Artikel handelt es sich
    auch hierbei primär um einen Ausdruck meiner Gedanken, der möglichst „ungeschönt“
    aufgeschrieben wurde. Ich möchte so mein Inneres kommunizieren und mir zugleich
    vor Augen führen, wie Literatur als persönliches Kunstmedium reift.

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