Betrachtung während einer Zugfahrt

Das Junge, das Vergängliche. Es ist lange schon in dir. Und da du es trägst,
mehrst du es, ohne dabei Liebe zu empfinden. Wir gleiten auf Betten, die zum Schlafen nicht taugen, durch die sichtbare Welt. Hier ist ein Gleis, das nicht endet. Man nimmt deine Papiere, um sie zu sichten. Ein Ende wird an das andere geheftet, filigran, voll Stille. Was kannst du noch formulieren? Vor dir stehen Häuser und brachliegende Felder. Mitteldeutsches Weideland, das sich voll Schönheit in die Kammern deiner Augen drängt. Ich verweile an den Säumen deiner Schulter. Mein Ableben, bald ein letztes Atmen, ist ein Kuss aus Basalt und Schwefel.

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