Vorrede

Was ist mit den Gedichten, die wir schrieben? Wird man sie, Vers um Vers, noch in derselben Form wieder finden, oder vergehen all die prächtigen Worte mit unserem Ableben?
Ich weiß darauf keine endgültige Antwort. Es mag mir zugute gehalten werden, dass ich mich um die Kunst bemühte. Ich tat mein Bestes, um den mir zuteil gewordenen Auftrag auszuführen. Wir alle werden feststellen, dass wir gedient haben. Ein Leben für die Pflicht. Allein verzweifeln wir oftmals an den Bedingungen, die das Leben an uns stellt. Ich zweifle, inwiefern ich überhaupt in der Lage war, die Scheu vor dem glückseligen Bestehen abzulegen.
Mit der Kunst ist es nicht getan. Wir tun Dienst an allen Dingen. Die Lebewesen brauchen uns. Die verborgenen Tatsachen ebenso. Aus diesem Kreis sollten wir nicht auszubrechen begehren. Dies erachte ich ebenso als innere Pflicht, die es gehorsam zu erfüllen gilt. Nur dann werden wir Zufriedenheit erlangen.
Wir müssen lernen, die moralisch-ästhetischen Anliegen der Natur an unser Handeln zu binden. Tagein, tagaus sollten wir keinen Schritt setzen, ohne die Begierde zu bekämpfen, das Leben verstehen zu wollen. Dies ist unser schwerster Auftrag: sein – und dies in unsicherer Art und Weise.

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