Lebensumkehr.

In den überlaufenden Gassen liegen matt die Lichterfluren. – Für die Blinden ein Leichtes. Ihrer Vorstellung sind die unseren Grenzen fremd. Und so träumen sie nachts von Licht. Licht, wie es in unseren Gassen schläft. Ihren Augen unzugänglich und tot. Oftmals genügt ihre Phantasie nicht, um all die einzelnen Partikel zu fassen. Undefiniertes füllen sie mit Luft. Mag diese weiß, grau oder finster sein: Ihre Luft trägt noch Unverbrauchtes. Heimlicher Hoffnungen Beginn.
Über St. Germain ruhen die heimatlosen Gedanken. Vom Fluss der Regenströme begleitet, reisen uralte Straßen in die tiefe Nacht. In ihren Pupillen das Gold verlassener Statuen. Niemand sieht ihren Wanderzug, dessen schwarze Säume leuchten.
Hinter klirrenden Fenstern legt sich die Atemluft unsichtbar nieder. Getrennt zelebrieren Demut und Ekstase ihre Zusammenkunft. Still. Ihre mächtigen Balustraden pulsieren noch. Man überdeckt das strahlende Tiefblau am Firmament mit ihren Flügeln, die wie Berge sind.
Alles fällt unendlich. Dann übermalt der Morgen die ertrunkenen Straßenschluchten. Ewiger Morgen vergänglicher Betrachtungen.

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