Bleibendes.

Verhalten entsteigt der Morgen seinen dunklen Gemächern, wie sich jedes Wesen einst entwöhnt. Im weiten Land, wo von den Wipfeln und erblühenden Ästen her Düfte zum Gesang anheben, bin ich zuhaus. Ich und alle meine Fasern. Verwöhnt glänzen die Ufer rings um den Gebirgsbach. Da sind vergangenen Worten viele Augenblicke überlassen worden. Es gab Zeiten, in denen unser Leben – nur vom Sternenzelt getragen, in der düstren Nacht – in ein Ewiges mündete. Wohl lächeltest du immer, liebe Natur. Deinen Mund malte ich unsichtbar in den Wind, dass er mich leise küsste.
Dann aber entschwand alles: Immer noch brach der Morgen durch die Sträucher; gar einsam sangen wilde Vögel. An die meisten ihrer Lieder erinnere ich mich. Oftmals griff ich nach deiner zierlichen Hand, um sie an meine Brust zu drücken. Deinen Kopf lehntest du meist an meine Schulter. Dem Klang des Wassers wolltest du lauschen, dem so unendlichen Klang des Wassers, der deine Seele erfüllte. Wie aus ursprünglichen Quellen ans Licht gehoben, dämmerten und glitzerten die ungehaltenen Wellen in frischeren Farben. Und jede Abstufung war bunter und satter als jene davor…Nur eine letzte Farbe blieb matt und fahl in den Wolken zurück.

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