Ein ungeduldiges Sagen.

Geräuschlosen Schrittes dem Abendrot entgegen: Schritte, die bis ans Innerste
drängend wie Lieder sind. Lautlose Abendlieder.
Verzicht auf Dialoge. Meine Worte sind Reflexionen wilder Lichtpartikel
im dunklen Wasser.
Von den Lüften gebiert leise ein Aufsingen, das mein Gefühl in deinen
Kopf trägt. Deine Augen leuchten noch. Ich lese ihr stetes Weinen, das mit
den Wellen in meinen Armen brandet. Jede Lebensader mit seiner Gebärde
umspülend. Alles ruht am Nachtstrand.

Alles ist mit dir aufgefüllt. Wellen enden, wo unsere Herzen sich neu beginnen.
In allem fällt nun die See. Wie spätes Novemberlaub sind wir ungewiss.
Vor unseren stillen Füßen liegt das Meer wie ein schlafendes, von blauen
Sternen durchdrungenes Lavendelfeld. Wellen wiegen sich durch den Seewind,
deine salzigen Augen mit Blütenstaub umsäumend.
Verzicht auf Worte. Alles mit meinen Fingerspitzen streifend, was deinen Haaren
ähnelt. Deine Lippen mit wasserumwobener Haut berühren, die von Luft gelöst ist.
Mit deinen Augen sehend, dass dein Fühlen zerbricht. Wie Steine in der See:
verschollene Frühlinge, deren Reigen im Dunkel wiegt.
Und mein Blick schließt mit dem Erlöschen der Pupillen.

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