Betrachtung eines Weidelands.

Nachdem der Sturm gegangen ist, beginnt die Sonne, aus neuen Gefäßen zu schöpfen. Ihr Wasser in den blauen Lüften: unendlich. An meinem Fenster liegen die Staubschichten vergangener Monate, ihre Hälse nach außen gewandt, um dem Wind zu lauschen, dessen gewichtlose Arme die Grashalme in ein anderes Leben wiegen. Stete, behutsame Wiege im Hiesigen. Zwischen Leben und Tod wählt kein bedingungslos Hiesiger. Nur mit den Blicken bereits das Jenseitige Begutachtende widmen ihre Abschiedstage dem Wählen.

Da erübrigt es sich, den Sonnenschein mit verschlafenen Augen wie durch einen Polarisationsfilter zu betrachten. Ihm entwöhnt zu sein: der einzige Aspekt.
In diesem Himmel galoppieren Wolken, als gingen sie über Flüsse, ausgedörrte, blaue Weidenlandflüsse. Wilde Pferde überqueren das Ufer zum Unendlichen. Ihre blonden Mähnen werden langsam Luft, die zwischen unsere Finger rinnt.

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